Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau erreichte in der Schweiz im Jahr 2024 mit 1,29 ihren niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Trotzdem explodieren die Bevölkerungszahlen, eine Ersetzungsmigration findet statt.

Umvolkung durch Massenzuwanderung

Die Schweiz verzeichnete 2024 die tiefste Geburtenrate seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Schnitt werden pro Frau nur noch 1,29 Kinder geboren. Besonders die Geburten von dritten Kindern sind stark zurückgegangen. Der Wunsch nach Kindern ist in allen Altersgruppen gesunken.

Die Geburtenrate in der Schweiz hat den niedrigsten Wert seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1876 erreicht. Entsprechende Zahlen hat das Bundesamt für Statistik am Montag veröffentlicht. In den letzten zehn Jahren lag die gesamte Geburtenhäufigkeit von Frauen im Alter von 35 bis 39 Jahren über der von Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren. Dennoch sind die Bevölkerungszahlen durch Massenzuwanderung Ende 2024 auf Rekordhoch.

Der Kinderwunsch ist bei Personen im Alter von 20 bis 29 Jahren in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen:

• 2013 wollten sechs Prozent keine Kinder.
• 2018 wollten knapp acht Prozent keine Kinder.
• 2023 wollten 17 Prozent keine Kinder.
• Bei den 30- bis 39-Jährigen ist der Anteil im gleichen Zeitraum von neun Prozent auf 16 Prozent angestiegen.

Immer noch am weitesten verbreitet ist der Wunsch nach zwei Kindern. Die gewünschte Kinderzahl ist über verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg sehr ähnlich: Frauen und Männer unterscheiden sich kaum und auch nach Bildungsstand, nach Sprachregionen oder zwischen Stadt und Land gibt es nur wenig Abweichungen. Einzig Personen ohne feste Partnerschaft möchten häufiger keine Kinder haben.