Hohe Haftstrafe für Schweizer Gruppenvergewaltiger Samuel E. (22) auf Mallorca.
Auf Mallorca haben acht Männer, darunter der Schweizer Samuel E. (22), eine britische Touristin brutal vergewaltigt. Das Gericht verhängt nun insgesamt 73 Jahre Haft.
Acht Männer vergewaltigten 2023 eine 18-jährige Touristin in Magaluf. Die Gruppe bestand aus sieben Franzosen und einem Schweizer (im Bild). Ein spanisches Gericht verurteilte sie nun zu insgesamt 73 Jahren Haft.
Acht Männer, die im Sommer 2023 eine 18-jährige britische Touristin in Magaluf vergewaltigt hatten, sind am Montag zu insgesamt 73 Jahren Haft verurteilt worden. Die Gruppe, in Spanien als «französisches Rudel» bekannt, besteht aus sieben Franzosen und dem Schweizer Samuel E. (22).
Drei der Angeklagten erhielten die Höchststrafe von jeweils 13 Jahren und drei Monaten Freiheitsentzug: elf Jahre wegen sexueller Nötigung sowie zwei Jahre und drei Monate wegen Bedrohung. Ein weiterer Täter wurde zu elf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, ein anderer zu neun Jahren und drei Monaten – ebenfalls wegen sexueller Nötigung und Bedrohung.
Ein weiterer Angeklagter erhielt wegen sexueller Nötigung ohne Penetration und Bedrohung eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten. Die beiden letzten Beschuldigten wurden zu je zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, weil sie Videos der Tat aufgenommen und verbreitet hatten.
Den Ermittlungen zufolge brachten die Angeklagten in den frühen Morgenstunden des 14. August 2023 eine 18-jährige Britin in ein Hotelzimmer in Magaluf, das zwei von ihnen gemietet hatten. Laut Anklageschrift hatte die Frau zuvor Alkohol konsumiert und war nur eingeschränkt bei Bewusstsein. Im Hotelzimmer kam es gemäss Urteil zu mehreren Vergewaltigungen. Zudem sollen die Täter das Opfer geschlagen und weiteren erniedrigenden Handlungen ausgesetzt haben. Andere Beteiligte hätten die Übergriffe angefeuert. Die junge Frau erlitt leichte Verletzungen an Armen und Brust.
Während der Tat sollen alle acht Männer Videoaufnahmen gemacht haben. Mindestens 19 Aufzeichnungen wurden sichergestellt. Zwei der Beschuldigten verschickten einzelne Videos über Snapchat an Dritte.

