Atomkraft-Comeback? – Umfrage zeigt steigende Zustimmung zu neuen AKW Bauten.

Eine aktuelle GFS-Umfrage deutet auf eine wachsende Akzeptanz für den Bau neuer AKW Kernkraftwerke hin. Was heisst das für den Atomausstieg?

Debatte um neue AKW: Bundesrat will Neubauverbot für Atomkraftwerke kippen

Die Atomenergie erlebt in der Schweiz offenbar eine Renaissance. Eine vom Stromverband VSE in Auftrag gegebene Umfrage des Forschungsinstituts GFS zeigt, dass die Zustimmung zu neuen Atomkraftwerken in der Bevölkerung zunimmt.

Dem Gegenvorschlag zur sogenannten Blackout-Initiative, der den Neubau von Atomkraftwerken wieder ermöglichen soll, stimmen 50 Prozent der Befragten klar oder eher zu. 44 Prozent lehnen diesen Vorschlag ab. Die Umfrageergebnisse zeigen zudem, dass 59 Prozent den Bau von Atomkraftwerken der neuen Generation für sinnvoll halten.

Erstmals seit Beginn der Umfragereihe im Jahr 2022 bevorzugt die Hälfte der Befragten ein neues Atomkraftwerk gegenüber zahlreichen zusätzlichen Anlagen für erneuerbare Energien.

Die Blackout-Initiative selbst, die neben der Erlaubnis für neue Atomkraftwerke auch die Verankerung der Versorgungssicherheit in der Verfassung fordert, erhält mit 55 Prozent sogar noch deutlichere Unterstützung. Vor einem Jahr lag die Zustimmung zu dieser Initiative noch bei 46 Prozent. Besonders hoch bleibt die Unterstützung für bestehende Atomkraftwerke: 79 Prozent befürworten deren Weiterbetrieb, solange die Anlagen als sicher gelten.

Politikwissenschaftler Urs Bieri vom GFS Bern erklärt die Entwicklung so: «Versorgungssicherheit ist in der Schweiz im Jahr 2026 ein grosses Thema. Man ist unsicher, ob die erneuerbaren Energien reichen. Entsprechend sucht man nach Alternativen. Atomkraft ist eine.»