Asylchaos: Über 80% der Asylforderer aus dem Maghreb fallen strafrechtlich auf.
Besonders junge Männer aus Nordafrika fallen laut SEM strafrechtlich auf. Der Bund setzt deshalb auf schnellere Verfahren und Wegweisungen.
Eine SEM-Auswertung zeigt grosse Kriminalitätsunterschiede bei Asylsuchenden. Nordafrikaner wurden 2024 besonders häufig einer Straftat beschuldigt. Für Maghreb-Staaten gilt seit 2024 ein beschleunigtes Asylverfahren.
Eine interne Auswertung des Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigt grosse Unterschiede bei der Kriminalität von Asylsuchenden. Demnach wurden 2024 rund 80,5 Prozent der nordafrikanischen Asylsuchenden während oder nach ihrem Verfahren einer oder mehrerer Straftaten beschuldigt. Bei Asylsuchenden aus allen übrigen Herkunftsstaaten lag der Anteil bei 12,3 Prozent.
SEM-Chefsprecher Daniel Bach sagt gegenüber der Zeitung: «Junge Männer aus dem Maghreb sind hauptsächlich für die Zwischenfälle in Bundesasylzentren verantwortlich. Und sie begehen die meisten Straftaten, die Asylsuchenden zugeordnet werden.» Zugleich betont er, die allermeisten Asylsuchenden würden sich korrekt verhalten. 2025 seien 96 Prozent der gesamten Asylbevölkerung keiner Straftat beschuldigt worden.
Der Bund will zudem straffällige Personen schneller ausser Landes bringen. Laut Bach ist das eine Priorität der Asylstrategie. Dafür arbeiten Bund und Kantone in einer Taskforce zusammen. Zudem sind Verschärfungen bei der Administrativhaft geplant.

